Der Weg zum "Heimurlaub":

Mit den aktuellen Wetterinfos wurde schnell der Plan geboren, zügig von Faaborg direkt nach Bagenkop und dann über Heiligenhafen nach Travemünde zu fahren. Gerne wollten wir noch einen Stopp in Ærøskøbing auf Ærø machen, was wir aber Gottseidank gelassen hatten. 

Aber beginnen wir mit Bagenkop. Bagenkop liegt an der Südspitze der Insel Langeland und ist der Absprunghafen von Dänemark nach Fehmarn, Deutschland und umgekehrt. Hier beträgt die Entfernung über die offene Ostsee nach Heiligenhafen nur 27 Seemeilen. Es ist ein netter, aber auch enger Hafen, der aufgrund seiner Lage stark frequentiert wird. Wir trafen dort am 29. Juni gegen 13 Uhr ein um auf jeden Fall noch einen Liegeplatz zu bekommen. Wir lagen an einem schönen und geschützten Platz.


Die Sicht vom Aussichtsturm gibt einen guten Überblich über die Hafenanlage in Bagenkop.



Es gibt auch im alten Fähranleger einen geschützten Platz zum Schwimmen, was wir natürlich nutzten.



Wir machten eine Runde um den Hafen herum, sahen Marschland und schöne alte reetgedeckte Häuser mit Stockrosen davor.



Am Abend konnten wir einen schönen Sonnenuntergang in Verbindung mit zwei Traditionsschiffen genießen.



Wir fühlten uns wohl in Bagenkop, doch unser Zeitplan drängte uns am frühen Morgen, weiter nach Heiligenhafen zu fahren. Zum einen wetterbedingt und zum zweiten, weil wir in Heiligenhafen unsere wieder fällige Gasüberprüfung durchführen lassen wollten. Die gibt es in Schweden in der Form so nicht, deshalb wollten wir die Chance nutzen, wenn wir schon einmal in Deutschland mit moeck moeck sind. 

Die Überfahrt war bei wenig Wind unspektakulär und auch unsere Freunde von der Peter Pan und der Percy nutzten den Tag zum Sprung nach Deutschland.

Frank und Barbara brachten ihre Peter Pan auch nach Heiligenhafen, weil dort ihre Charterbase ist und ihre Reise somit dort endet. Folglich trafen wir die beiden in Heiligenhafen. Ingo und Nicole hatten sich entschieden nach Burgtiefe auf Fehmarn weiterzufahren, da sie dort noch nicht waren. 

Wir fanden einen freien Platz und konnten wie geplant unseren Gasservice durchführen lassen.


Wir hatten Glück und konnten anschließend noch bei trockenem Wetter Heiligenhafen anschauen. Es ist stark touristisch geprägt, hat aber auch ein paar nette alte Ecken.




Das Besondere an Heiligenhafen ist aber die Seebrücke und der Strand.




Am Abend gingen wir noch mit Frank und Barbara in ein hervorragendes griechisches Restaurant, dem Eleana's, zum Essen und verabschiedeten uns von den beiden.

Für uns ging es früh am Mittwochmorgen weiter nach Travemünde. Es waren 36 Seemeilen von Heiligenhafen aus und es begann mit dem Durchfahren der Fehmarnsundbrücke. 


Wir hatten bewusst schon um 6:30 Uhr abgelegt, da für den Nachmittag starke Gewitter mit Sturmböen gemeldet waren. Dazwischen waren immer wieder Regen, auch Starkregen mit schlechter Sicht angesagt. Erste Vorboten des Wetterumschwungs nach der heißen Phase der letzten Wochen. 

Den Gewittern konnten wir noch zuvorkommen, dem Starkregen nicht.


Das Wasser von oben hat auch sein Gutes, es wäscht das Boot und spült das Salz weg.

Aber der wolkenreiche Himmel beschert auch tolle Bilder.


Zufrieden, ohne Sturm und Gewitter Travemünde erreicht zu haben, fuhren wir in die Trave ein, passierten die Lotsenboote und die "Passat".




Dann fuhren wir zu unserem reservierten Liegeplatz in der Marina Rosenhof. Hier bleibt moeck moeck für die nächsten 18 Tage, während wir unseren "Heimurlaub" antreten.

Es ist schon immer wieder faszinierend, wie die großen Fähren in unmittelbarer Nähe unseres Hafens vorbeiziehen. Erstaunlicherweise kommt nur wenig Schwell ins Hafenbecken. Das liegt aber auch daran, dass sie an dieser Stelle nur noch sehr langsam fahren. Das Fährterminal ist von hier aus in nächster Nähe, höchstens noch einen Kilometer entfernt.


Vielleicht eine Stunde nachdem wir angelegt hatten, bot sich für uns folgendes Bild.


Die Wetterfrösche hatten also nicht ganz unrecht und wir waren froh so früh losgefahren zu sein. Denn kurz danach kam starker Regen mit heftigen Windböen auf. Aber unser Liegeplatz ist gut geschützt und somit sahen wir das Ganze entspannt. 

Nach einer guten Stunde war der Regen vorbei, der Wind aber blieb. Und so soll es auch die nächsten Tage weitergehen. Regen, Starkwind, Gewitter, ...

Wir hatten mit dem Donnerstag noch einen Tag, um unser Schiff für die Pause zu richten, es zu putzen und auch Travemünde anzuschauen. Schließlich gab es ja auch immer wieder Regenpausen.

Da unsere Marina auf dem Priwall liegt, brauchen wir die Fähre um nach Travemünde zu kommen. 


Travemünde ist wie Heiligenhafen stark touristisch geprägt. Hier ein paar Impressionen zu Travemünde.




Der Tag verging schnell. Gegen Abend beobachteten wir noch zwei Fischer, wie sie im Hafenbecken ihre Reusen leerten und wieder auslegten. Kurios!


Später gingen wir bei stürmischen Winden, aber im geschützten Hafen zufrieden zu Bett. Das letzte Mal für zwei Wochen auf moeck moeck schlafen. Ein komisches Gefühl.

Früh am Freitagmorgen, 03. Juli, hieß es dann Abschied nehmen von unserer moeck moeck


Wir gingen auf ein Frühstück zum Bäcker Jung, bevor es zum Bahnhof "Travemünde Hafen" ging.


Mit dem Regionalzug ging es nach Hamburg.


Und jetzt sitzen wir, während ich das schreibe, im ICE von Hamburg nach Stuttgart. Alles planmäßig soweit! Wir sind zuversichtlich, dass es so bleibt.

Das war der letzte Beitrag für die nächsten drei Wochen. Über Gartenarbeit und ähnliches zu Hause werde ich nicht berichten. Aber ihr könnt versichert sein, dass neue Posts kommen, sobald wir ab dem 18. Juli wieder zurück in Travemünde und an Bord sind.



Ahoi

Andrea + Wolfgang



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