Der Weg nach Warnemünde und Rostock:
Bevor es soweit kommt müssen wir allerdings noch einen Tag Geduld aufbringen, denn erst der Freitag, 24. Juli, sagte brauchbare Wetterbedingungen zum Segeln voraus. Damit ist nicht nur der Wind und der Sonnenschein gemeint, sondern auch die Richtung und die Höhe der Wellen.
Unser ursprünglicher Plan, am Donnerstag von Wismar nach Poel und am Freitag nach Warnemünde zu segeln, haben wir leider streichen müssen. Die Wellen wären sehr ungemütlich gewesen.
Damit starteten wir Plan B und wollten erst am Freitag los, allerdings dann die weite Strecke von knapp 40 Seemeilen von Wismar direkt nach Warnemünde. Die Insel Poel und den Timmendorfer Strand wollten wir am Donnerstag von Wismar aus mit dem Bus erkunden. Und so haben wir es auch gemacht.
Timmendorfer Strand auf Poel begrüßte uns mit Sonnenschein.
Wir erkundeten den Strand und sahen den Schwell im Hafen und dachten uns - alles richtig gemacht! Hier willst Du bei diesen Bedingungen nicht liegen.
Wir entschieden uns einen windgeschützten Platz zu suchen, um einen Apero zu trinken.
Gut "gestärkt" machten wir uns anschließend auf eine Wanderung der Steilküste von Poel entlang.
Wir verbrachten einen schönen Tag auf Poel und gönnten uns am Abend zum Abschied von Wismar noch ein leckeres Abendessen bei unserem Lieblingsitaliener im alten Hafen von Wismar.
Kurze Anmerkung: Der Brunkowkai in Wismar hat uns sehr gefallen!
Am nächsten Tag ging es erst gegen 9 Uhr, trotz der langen Strecke, los. Wir wollten noch die sich reduzierende Welle abwarten.
Ganz waren wir die Welle nicht los, aber mit dem raumen Wind war es gut erträglich.
Nach 38 Seemeilen erreichten wir Warnemünde und machten im Yachthafen "Hohe Düne" fest. Hier war es kein Problem einen freien Liegeplatz zu bekommen.
Direkt im Hafen gibt es eine Robbenstation, die wir am Abend bei einem Spaziergang besuchten.
Zuletzt bestaunten wir noch einen alten Zweimaster, bevor es wieder an Bord ging, zum Kochen und den Abend ausklingen zu lassen.
Da es der letzte Abend von Susi bei uns an Bord war wurde natürlich nochmals gekniffelt und Hitster gespielt, bevor es in die Kojen ging.
Samstagfrüh, 25. Juli startete die Rückreise von Susi. Es ging vorbei an Kreuzfahrern zum Bahnhof Warnemünde und mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof Rostock. Wir begleiteten sie dabei, so wie es sich gehört.
Der Zug von Susi ging um kurz nach 10 Uhr und so nutzten wir die Zeit danach um Rostock zu erkunden.
Beginnen wir am Steintor, bevor es zum Neuen Markt und Rathaus geht.
Wir gingen im ehemaligen Hl. Kreuz Kloster in ein Café und wanderten am heutigen Standesamt mit seiner verzierten Fassade vorbei zum Alten Markt mit der Nikolaikirche.
Am Ende unserer Tour durch Rostock machten wir noch eine Pause im Café der Marienkirche. Klein aber fein mit selbstgemachtem Kuchen. Der Gewinn des Cafés geht an Menschen der Gemeinde denen es nicht so gut geht.
Wieder zurück in Warnemünde machten wir noch eine kurze Runde durch den völlig überfüllten Ort. Warnemünde ist ein geschäftiger Hafen und gleichzeitig das Seebad in Deutschland mit dem feinsten Sand.
So verging der Tag sehr schnell und wir gingen wieder an Bord. Dort checkten wir final das Wetter und stellten fest, dass wir wieder ein wenig Geduld haben müssen.
Der Sonntag bringt Regen und der Montag Sturm. Also wird es entweder der Dienstag oder der Mittwoch wenn es weitergehen wird. Entscheidend für unsere Planungen wird auch die weitere Wetterentwicklung sein, da wir über Prerow nach Barhöft oder direkt Glowe auf Rügen fahren wollen. Und da Prerow ein Nothafen ist, darf man dort maximal eine Nacht bleiben. Das Wetter muss also passen, wenn man Prerow anläuft.
Aber das werden wir noch sehen. Warnemünde ist kein so schlechter Ort. Man kann von hier aus viel unternehmen. Ihr werdet es mitbekommen.
Ahoi
Andrea + Wolfgang
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