Die Reise geht zu Ende:
Gleich vorneweg, aus dem Wochenende in Bryxelkrok und dem Treffen mit Robert wurde nichts mehr. Das Wochenende wäre vom Wetter her gesehen noch gegangen, nicht aber der Montag und der Wochenbeginn. Es war Regen vorhergesagt und das ist keine gute Option, wenn man die Segel abschlagen und trocken im Schiff einlagern will und sonstige Deckarbeiten zu machen hat.
Also wurde spontan entschieden schon am Freitag, 14. August, von Byxelkrok nach Blankaholm zu segeln. Eine Strecke von ungefähr 25 Seemeilen, wobei 15 Seemeilen über die offene See gehen.
Mit Robert hatten wir besprochen nochmals nach Blankaholm zu segeln, dort das Boot auszuladen und wintertauglich zu machen, bevor es zur neuen Werft nach Lindnäs gehen soll.
Es war ein entspanntes Segeln mit gerade genug Wind um gut voranzukommen. Ein schöner Abschluss!
Am frühen Abend schlief der Wind ein, so dass wir unter perfekten Bedingungen unsere Segel herunternehmen konnten. Wir waren sehr froh, die Segel trocken und sauber im Schiff verstauen zu können. Darauf wurde angestoßen.
Am nächsten Tag starteten wir mit der Demontage des Baums und der dazugehörenden Leinen. Ziel war, dass nur noch der Mast stehen bleibt. Der wiederum wird dann in der neuen Werft in Lindnäs mit dem Kran gelegt.
So sieht das vorbereitete Schiff nur noch mit Mast aus.
Da es recht schwül und warm war, gingen wir nach getaner Arbeit schwimmen.
Für den Sonntag Spätnachmittag hatten wir mit Robert vereinbart moeck moeck nach Lindnäs zu überführen. Da alles in Lindnäs noch neu und am Entstehen ist, war der Plan der, dass Robert mit uns nach Lindnäs fährt, wir dort moeck moeck fertig vorbereitet fürs Winterlager abstellen und anschließend mit ihm per Motorboot nach Blankaholm zurück fahren. Schließlich wartete dort unser Bus, fertig gerichtet für die Heimfahrt.
Da wir am Sonntag nicht mehr viel zu erledigen hatten, fanden wir noch Zeit eine kleine Runde in Blankaholm zu drehen. Hier ein paar Eindrücke vom "Gästhamn", der sich neben der Werft befindet.
Dann ging es nach Lindnäs, eine Strecke von 4 Seemeilen. Wir waren schon gespannt auf unseren neuen schwedischen "Heimathafen".
Lindnäs liegt im Schärengarten wie Blankaholm, allerdings ist die Lage etwas mehr außerhalb und idyllisch in der Natur gelegen. Robert baut die alte Werft, in der in der Vergangenheit doch einiges liegen blieb, weitreichend neu auf. Sie ist kleiner als Blankaholm und bietet neben dem Außenplatz nur für 6 Boote Platz in der neuen Halle. Gottseidank gehört moeck moeck dazu.
Gesagt getan, hier darf moeck moeck liegen bis sie in ein paar Tagen aus dem Wasser kommt und in die Halle geht.
Zwischenzeitlich bereitete Andrea das Motorboot vor, mit dem wir wieder nach Blankaholm zurück fuhren. Um was für ein Boot es sich dabei handelt werdet ihr gleich sehen.
Und dann ging es ab! Was ein 8 Zylinder mit 350 PS mit einer 8 Meter langen Nussschale macht ist ein Erlebnis der besonderen Art.
Wir fuhren mit 50 Knoten, das sind 93 Km/h durchs Wasser!
Im Vergleich zu moeck moeck, die 45 Minuten für die Strecke brauchte, legte der Husky sie in 6 Minuten zurück. Allerdings auch mit einer anderen Geräuschkulisse. Egal, ein Erlebnis war es allemal, vor allem wenn man für den Sprit nicht aufkommen muss.
Wieder zurück in Blankaholm parkten wir unseren Bus noch unter einem großen Dach der Werft und waren somit gegen den angekündigten Regen gut gewappnet. Dabei sieht man auch, dass die Werft quasi schon leergeräumt ist, damit die schwedische Marine Einzug halten kann.
Dass der Regen kam kündete ein schöner Regenbogen an. Für uns war es ein Zeichen, rechtzeitig bei gutem Wetter reagiert und dabei das nötige Quäntchen Glück gehabt zu haben. Nach einer letzten Nacht in Blankaholm können wir nun beruhigt nach Hause fahren.
Damit endet unserer diesjähriger Reisebericht. Wir hoffen ihr hattet Spaß daran. In grob zwei Wochen gibt es wie gewohnt die Zahlen, Daten und Fakten zu unserer Reise. Also schaut wieder rein.
Bis dahin,
Ahoi






















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