Von Bornholm nach Schweden:
Glücklich, gut in Rönne angekommen zu sein, planten wir eine mehrtägige Auszeit auf Bornholm zu gönnen. Wir wollten die schöne Insel einfach noch ein wenig genießen.
Wir machten eine Wanderung an der Küste entlang und passierten dort die Lagerstätte für den Windräderbau. Das sind schon gigantische Proportionen. Von Rönne aus werden die Windparks betreut, die wir unter anderem gestern passiert hatten.
Kurz danach hat die Natur wieder die Oberhand gewonnen und bot traumhaft schöne Aussichten.
Zusammen mit einem Bummel durch Rönne und der schönen Wanderung hatten wir einen herrlichen Tag. Im Hafen gab es auch noch etwas Livemusik, was den Tag vollendete.
Am nächsten Morgen, Andrea war noch beim Yoga, checkte ich das Wetter und fand heraus, dass jetzt der Montag und nicht wie ursprünglich geplant der Mittwoch, der perfekte Tag für den weiten Schlag von Bornholm nach Schweden wäre. Also schnelle Planänderung.
Da es Sonntag war, entschieden wir uns von Rönne nach Tejn zu segeln. Tejn liegt an der Nordostseite von Bornholm und somit näher an Karlskrona, unserem Ziel in Schweden. Nach Tejn waren es lediglich 17 Seemeilen. Kurz einmal von der Westküste (Rönne) um die Nordspitze herum an die Ostküste. Gesagt getan, bei zum Teil strammem Wind machten wir im authentischen Hafen von Tejn fest. Authentisch deshalb, weil man in diesem Hafen noch wirklich Hafenbetrieb hat und vom Fischer über die Berufsschifffahrt bis hin zu den Freizeitbooten alles vorfindet.
Auf dem Rückweg, kurz vor dem Hafen, entdeckten wir noch einen Verleih von Mofas. Ja, das gibt's noch, zumindest hier auf Bornholm. Für die Jüngeren unter uns, Mofas sind Motorfahrräder. Wobei sich dann die philosophische Frage stellt ob E-Bikes nicht auch Mofas sind? Aber lassen wir das.
Tejn kann noch mit einer weitern Besonderheit aufwarten, einer Mikrobrauerei. Die zu besuchen ist ein Muss in Tejn.
Es gibt verschiedene selbstgebraute Biere. Die die wir probiert hatten waren ausgezeichnet!
Am Abend wurde an moeck moeck noch unser Gennaker angebracht. Er sollte uns am nächsten Tag mit seinen 85m² helfen, die weite Strecke von 62 Seemeilen schneller abzusegeln. Die passenden Bedingungen dafür waren speziell in der zweiten Hälfte unserer Querung gegeben.
Wir erlebten noch einen schönen Sonnenuntergang und gingen früh schlafen.
Die Nacht war schnell um und wir starteten unsere nächste Querung der Ostsee von Tejn nach Karlskrona kurz nach 6 Uhr. Wie fuhren wieder in den Sonnenaufgang hinein.
Wie die Wetterdienste vorhergesagt hatten, mussten wir den ersten Teil unserer Überfahrt bei wenig Wind von hinten unter Motor fahren. Der zweite Teil war dann umso schöner. Bei wenig Welle und herrlichen 10-14 Knoten aus 120° wahrem Windeinfall schnürte moeck moeck nur so durchs Wasser.
Ein Träumchen! So sind wir am späten Nachmittag, nach knapp 11 Stunden auf dem Wasser, wohlbehalten in Karlskrona angekommen.
Aber uns war es wichtig, die weiten Strecken über das offene Wasser bei guten Bedingungen absolvieren zu können. Schließlich sind wir jetzt schon fast in unserem Heimatrevier. Nach Blankaholm sind es von Karlskrona aus 4-5 Segeltage, wenn man es darauf anlegt.
Das Schöne ist, wir haben jetzt Zeit, die es uns ermöglicht den Rest unserer Segelreise entspannt anzugehen.
Auf Karlskrona und Schweden!
Ahoi














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