Kragenæs und die Dodekalitten:
Wenn man von Kragenæs spricht, spricht man auch von einem Kunstwerk, den Dodekalitten. Es ist eine Ansammlung von 12 Steinskulpturen ähnlich denen auf den Osterinseln.
Um die Skulpturen anschauen zu können, muss man zuerst einmal zu ihnen kommen. Für uns bedeutete das, dass wir von Stubbekøping kommend drei Brücken passieren mussten. Die Farøbro, die Storstrømsbro und die Dronning Margarethe II. Bro. In dieser Reihenfolge seht ihr hier die Brückenparade:
Die Dronning Margarethe II. Bro wurde erst letzte Woche eingeweiht und dem Verkehr übergeben. Auf der alten Storstrømsbro fährt jetzt nur noch die Eisenbahn.
Unter den Brücken durchzufahren ist immer spektakulär, auch wenn man locker durchpasst. Schließlich sind die Brückendurchfahrten 26m hoch.
Einige Eindrücke reicher und 32 Seemeilen später machten wir im Hafen von Kragenæs fest.
Wir wählten diesen Hafen aus, weil wir hier die Dodekalitten anschauen wollten. Das Wort Dodekalitten kommt aus dem Griechischen und bedeutet zwölf Steine. Elf der Steine stehen bereits, der letzte wird am kommenden Dienstag 16. Juni, enthüllt. Sie sind 7-9 Meter hoch und 25 - 45 Tonnen schwer, wobei die oberen 2 Meter als Köpfe ausgearbeitet sind. Sie stehen in einem Kreis von 40 Meter Durchmesser und blicken auf das Zentrum. Alle bisherigen elf Steine kommen aus Schweden oder Norwegen. Die 12. Skulptur ist etwas kleiner, so dass man ihr in die Augen schauen kann. Der Stein kommt aus Grönland.
Seit 2010 arbeitet der Künstler Thomas Kadziola an den Steinen. Er wird von dem Komponist Wayne Siegel ergänzt, der die Musikinstallation, sprich die Klangkulisse für die Skulpturen, komponiert hat. Die Musik kommt aus den Steinen vor jeder Skulptur. Andrea sitzt gerade auf einem. Beeindruckend!
Die Gegend ist historisch bedeutend, da es in unmittelbarer Umgebung vier Rundhügel aus der Bronzezeit gibt. In einen der Grabhügel, dem Glentehøj, kann man sogar hinenkriechen.
Mit soviel beindruckender Kunst, geschaffen für die Ewigkeit und der historischen Umgebung ist es nicht verwunderlich, dass jährlich 80.000 Besucher gezählt werden und es zum Wahrzeichen von Lolland geworden ist.
Wie ihr seht hat uns der Stopp hier in Kragenæs sehr gut gefallen. Ob mit dem Schiff oder dem Wohnmobil, es ist eine Reise wert!
Morgen, am Donnerstag den 11. Juni, wollen wir weiter ziehen und uns mit Frank und Barbara, unseren Hochberger Freunden, treffen. Sie haben in Heiligenhafen ein Schiff gechartert und sind inzwischen ganz in unserer Nähe.
Da freuen wir uns schon darauf.
Ahoi









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